Wissenschafts- und Beratungspraxis funktionieren unterschiedlich. Während erstere gerade in Distanz zu ihren Forschungs"objekten" reflektiert und darüber Wissen generiert, wird Beratungswissen immer auch im unmittelbaren Kontakt mit den Beratenden entwickelt und in der direkten Anwendung erprobt. Trotz verschiedener Logiken benötigt Beratung über konsensorientierte Qualitätssicherung hinaus womöglich auch wissenschaftliches Wissen, um die eigene Praxis und deren Kontexte besser zu orten. Und braucht Wissenschaft umgekehrt nicht auch das Wissen der BeraterInnen, um relevante Forschungsfragen und adäquate Forschungsprozesse zu kreieren? Und wenn ja: Wie können letztlich wechselseitige, einander befruchtende Wissenstransfer- und Lernprozesse initiiert werden?
Es diskutieren:
Gerhard Benetka (Wissenschaftsforscher, Leiter des Instituts für Psychologie an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien, wiss. Leiter von Masterlehrgängen an der ARGE Bildungsmanagement)
Katharina Heimerl (Medizinerin, Leiterin der Abt. Palliative Care und OrganisationsEthik an der IFF Wien der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt)
Gerda Mehta (Gesundheitspsychologin, Psychotherapeutin, Mediatorin, Lektorin und Betreuerin von Masterthesen an der ARGE Bildungsmanagement)
Christian Reininger (Dipl. Sozialarbeiter und Psychotherapeut; Mitarbeiter von „Dialog – Individuelle Suchthilfe")
Klaus Rückert (Psychologe, Psychotherapeut, Mediator, Supervisor und Coach; Leiter der ARGE Bildungsmanagement)
Es moderiert:
Gert Dressel (Historiker, Institut für Wissenschaftskommunikation und Hochschulforschung, IFF Wien der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt; Lektor an der ARGE Bildungsmanagement)
Termin: Di., 9. März 2010, 18.00 – 20.00 Uhr
Veranstaltungsort: ARGE-Haus, Friedstraße 23, 1210 Wien
Wir freuen uns, Sie bei uns zu begrüßen und ersuchen um Anmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
ARGE-Wissenschaftskultur
& Ihr ARGE-Team
Die Ankündigung als PDF